Abenteuer im Kopf

14 January 2012

Die Tatsache, dass die String-Theorie von so namhaften Wissenschaftlern wie Prof. Brian Greene von der Columbia University in New York vertreten wird, ändert nichts daran, dass Viele sie bislang dennoch für abenteuerliche Fantasterei halten. Das liegt vielleicht auch daran, dass die grundlegenden Annahmen, die die Voraussetzung dafür bilden, dass diese Theorie tatsächlich stimmen könnte, so abenteuerlich klingen, dass sie unsere Vorstellungskraft drastisch herausfordern.

Zu diesen Voraussetzungen gehört z.B. die Annahme, dass es im Universum nicht nur die uns vertrauten vier Dimensionen der Raumzeit gibt, sondern sage und schreibe elf Dimensionen. Und damit verbunden ergibt sich als weitere Voraussetzung die Annahme, dass unser Universum nicht das Einzige im Kosmos wäre. Die konkreten Vorstellungen von einem Multiversum sind vielfältig. Ob sich unser Universum mit seinen drei Raumdimensionen wie ein flaches Tal in einem elfdimensionalen kosmischen Gebirge aus weitere parallelen Universen befindet, ob es einer Blase gleicht, die mit anderen Blasen durch Wurmlöcher verbunden ist oder ob es womöglich ganz anders aussieht, kann niemand sicher sagen. Von der Existenz eines solchen „Multiversums“ ist David Deutsch von der Oxford University, auch Erfinder des Quantencomputers, allerdings fest überzeugt.

Kuben, Blasen oder ganz andere Formen – wie das Multiversum aussieht, weiß heute noch kein Mensch

Eine menschliche Vorstellungskraft, die sich über alle herkömmlichen Denkgrenzen radikal hinwegsetzt und sich dabei aufs Engste mit so exakten Wissenschaften wie der Mathematik und Astrophysik verbindet – das ist Science Fiction im allerbesten Sinn. Geistige Abenteuer dieser Art als Ausdruck von unbändiger Freiheit des Denkens und präziser wissenschaftlicher Vorgehensweise auf höchstem Niveau gehörten für OUBEY zu dem, was er einmal „die Freude an der Erkenntnis“ nannte.

Was wir heute noch nicht für möglich halten, kann sich schon bald als Realität erweisen. Die Abstände zwischen diesen Extremen verkürzen sich zusehends und wir werden sehen, wie die Evolutionsfähigkeit und -geschwindigkeit des Gesamtsystems Mensch mit den rasant wachsenden Erkenntnissen seines Gehirns auf Dauer mithalten kann.

In Anlehnung an die Gedanken von Arthur C.Clarke und Stanley Kubrick in ihrem gemeinsamen Vorwort zu „2001 – Odyssee im Weltraum“ könnte man es so sehen: Die Wahrheit wird am Ende weit erstaunlicher sein als es unsere heutigen Abenteuer im Kopf je sein können.

Das Originalzitat von Arthur C. Clarke und Stanley Kubrick findet sich unter anderem auch in OUBEY MINDKISS: StarPixels. Mehr über Paralleluniversen gibt es unter anderem hier.